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Hessische Genossenschaft

des  Johanniter-Ordens

Johanniter Komturkirche und Ordenshaus in Nieder-Weisel.
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Geistiges und geistliches Ordenszentrum der Johanniter

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  Komturei Nieder-Weisel
  Das Geistliche Zentrum und seine Vorgeschichte
  Die gegenwärtige Organisations-Struktur des Geistlichen Zentrums Nieder-Weisel
  Veranstaltungen in der Komturei Nieder-Weisel, ein vollständiger Überblick
  50 Jahre Herbsttagungen in Nieder-Weisel
  Die Herbsttagungen in Hofgeismar (1559-1975)
  Veranstaltungen in der Komturei Nieder-Weisel, ein vollständiger Überblick
  Die ersten zehn Herbsttagungen in Nieder-Weisel (1976-1986)
  Herbsttagungen  1987-2009

Das Johanniter Ordenshaus in Nieder-Weisel / Butzbach

Das Johanniter Ordenszentrum in Nieder-Weisel / Butzbach

 

Die Johanniter-Komturei Nieder-Weisel als das Geistliche Zentrum des Johanniter-Ordens und seiner Werke

von

Christoph Frhr. v. Campenhausen

 

Die Komturei Nieder-Weisel

Wer in der romanischen Komturkirche von Nieder-Weisel einen Gottesdienst miterlebt hat, im barocken Ordenshaus mit interessanten Menschen zusammen gewesen ist, an einer Tagung im Kapitelsaal oder dem modernen Johanniter-Tagungsgebäude teilgenommen hat, wer im Hotel zum Johanniter gespeist und geschlafen hat, der wird seine Erinnerungen an die Komturei Nieder-Weisel und die dort empfangenen Anregungen wie einen Schatz nach Hause tragen und nicht mehr vergessen. Er weiß: Nieder-Weisel ist die Heimat der Johanniter in aller Welt - oder, wie der Ordenskanzler Dieter von Meibom formulierte, "unbestritten das geistige und geistliche Zentrum des Johanniterordens"1. Die Menschen, die im Orden und seinen Werken vereinigt sind, erfahren das immer wieder. 

Es ist aber nicht einfach, sich ein Bild davon zu machen, was alles in der Komturei Nieder-Weisel geschieht. Noch schwerer zu verstehen ist, wie die Vielfältigkeit der Veranstaltungen zustande kommt. Was hier geschieht, wird durch die Initiative von überwiegend ehrenamtlich tätigen Menschen in einem Netzwerk von Institutionen bestimmt. Der Trend der künftigen Entwicklung des Geistlichen Zentrums ist im gegenwärtigen Zustand nicht leicht zu erkennen. Man könnte versucht sein, die Unübersichtlichkeit für einen Mangel zu halten. Aber gerade darin zeigt sich die Lebendigkeit des Geistlichen Zentrums. Für die Komturei Nieder-Weisel gilt wie für den ganzen Orden: Vieles kann man nur historisch erklären. So auch die jüngste Entwicklung. Sie ist, wie der Herrenmeister sagte, "Ausdruck auch der Wandlungsfähigkeit unseres Ordens2". Dieser Beitrag stellt einen Versuch dar, das geistliche Ordenszentrum in seinem gegenwärtigen Zustand verständlich zu machen und die geplante künftige Entwicklung zu skizzieren. 

 

Das Geistliche Zentrum und seine Vorgeschichte

Der Begriff des "Geistlichen Zentrums" tauchte 1958 bei der Investitur des Herrenmeisters und späteren Protektors Prinz Wilhelm-Karl von Preußen in der Komturkirche von Nieder-Weisel auf.3 Das Fehlen eines geeigneten Raumes für größere Ordens-Veranstaltungen hatte sich schon in der Nachkriegszeit, insbesondere auch 1961 bei der Gründung der Allianz der vier in Europa tätigen evangelischen Johanniter-Orden in Nieder-Weisel, bemerkbar gemacht. Der daraufhin eingerichtete Kapitelsaal im oberen Stockwerk der Komturkirche wurde am 29. Juni 1963 zum ersten Mal genutzt und ist seither jeweils am Sonntag nach dem Johannistag Tagungsort für das erweiterte Kapitel. Am selben Tag fand 1963 ebenfalls zum ersten Mal der nun jährlich wiederkehrende Ritterschlag in Nieder-Weisel statt. 

Der nächste Schritt zum Ausbau des geistlichen Ordenszentrums war die Umwidmung des ehemaligen Wiesenhüttenschen Landhauses von der Nutzung als Krankenhaus zum Ordenshaus. Der Kurator RR (später EK) Klaus Borries leitete die Baurnaßnahmen (1973-75), und die Ordensregierung steuerte Bilder und andere historische Einrichtungsgegenstände aus ihren Beständen bei, zuletzt noch 25 Sonnenburger Wappentafeln im Jahr 2004. 

Beim Sommerkapitel 1983 wurde Dietrich Graf zu Stolberg-Wernigerode, der 1980 vom Amt des Regierenden Kommendators der Hessischen Genossenschaft zurückgetreten war, vom Herrenmeister als Beauftragter für das Ordenszentrum mit dem Titel "Komtur von Nieder-Weisel" ernannt. Der Komtur sollte unter dem Protektorat des Herrenmeisters für die Leitung des Geistlichen Zentrums zuständig sein. Die "Kommende Nieder-Weisel", wie es damals hieß, sollte weiterhin im Eigentum der Hessischen Genossenschaft verbleiben. Diese Teilung der Zuständigkeiten, für die Belange des gesamten Ordens einerseits und für die Hessische Genossenschaft andererseits setzte sich damals nicht durch. Das Amt des Komturs von Nieder-Weisel wurde nach dem Tod des Grafen Stolberg (1988) nicht wieder besetzt. Fortgeführt wurde die 1970 von dem Kommendator Graf Stolberg gegründete Schriftenreihe der Hessischen Genossenschaft. Diese "Rote Reihe" wurde unter der Schriftleitung von RR Dr. Wolf-Dietrich Frhr. v. Freytag-Loringhoven bis zum Heft 17, und ab 1992 von EK Prof. Dr. Dr. Otto Böcher bis heute weitergeführt. Einige Hefte wurden mehrfach nachgedruckt und fanden eine weite Verbreitung. 

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1989 entwickelte der Hessische Regierende Kommendator Adam v. Trott zu Solz den Plan, das Ordenszentrum Nieder-Weisel auszubauen, um dem wachsenden Bedarf an Schulung und christlicher Weiterbildung der Mitarbeiter in den Ordenswerken nachkommen zu können. Der Architekt RR Prof. Rudolf v. Staden entwarf mit seinen Studenten Pläne, die vom Kapitel diskutiert, aber letztlich nicht umgesetzt wurden. Die Zeit war noch nicht reif dafür. Die Verantwortung für das Geistliche Zentrum des Johanniter-Ordens und seiner Werke liegt heute noch immer bei der Hessischen Genossenschaft. Diese kommt den damit verbundenen Aufgaben in enger Abstimmung mit der Ordensregierung nach. 

Wichtig ist dabei die Kooperation der Genossenschaft mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH). Als 1973 das Johanniter-Krankenhaus geschlossen wurde, zog die Bundesschule der JUH in die frei gewordenen Gebäude ein. Die Bundesschule wurde später nach Münster verlegt. Dafür kam der JUH-Landesverband Hessen-Rheinland-Pfalz-Saar mit seiner Zentralverwaltung in die Komturei. Die Zusammenarbeit mit der JUH wurde in der Folgezeit immer weiter entwickelt und durch Verträge mit der Genossenschaft geregelt. In den Jahren 2006/07 wurde die Infrastruktur der Komturei unter Leitung der JUH-Landesvorstände RR Pfarrer Dr. Frase und Günter Lohre mit einem modernen Tagungsgebäude und einem Hotel mit Restaurant erheblich ausgebaut. Damit wurde ein neues Stadium der Kooperation erreicht. Der JUH-Landesverband betreibt die neuen Einrichtungen für die Tagungen, Konferenzen und Seminare des ganzen Ordens und aller seiner Werke. Die Kirche und das Ordenshaus verblieben in der Verwaltung der Genossenschaft und stehen ebenfalls dem ganzen Orden und seinen Werken offen. Aber auch nach dieser Neuordnung kann noch keine abschließende Beschreibung der Komturei und ihrer Aufgaben geliefert werden, denn die Entwicklung geht weiter. 
 

Johanniter-Tagungs-Stätte in Nieder-Weisel

Foto: ER Brun Frhr.v.Berlepsch       

Am 12. Juni 2008 wurde von der Kirchenleitung der Evangelischen Landeskirche (EKHN) der Beschluss gefasst, auf Antrag des Hessischen Kommendators eine Johanniter-Kirchen-Gemeinde (Anstaltsgemeinde oder Profilgemeinde) mit eigenem Pfarrer für die Komturei Nieder-Weisel einzurichten. Die Anregung dazu ging im Wesentlichen von RR Dr. Michael Frase, dem JUH-Landesverbandsvorstand Hessen-Rheinland-Pfalz-Saar und Mitglied des Hessischen Konvents, aus. Die offizielle Gemeindegründung ist für Januar 2009 vorgesehen. Auch dieses Projekt hat seine Wurzeln in der Vergangenheit. Schon 1975 sprach der regierende Kommendator Dietrich Graf zu Stolberg-Wernigerode beim Hessischen Rittertag von einer vorgesehenen "Komturkirchen-Gemeinde, die überregionalen Charakter hat. ... Sie wird... sich der kirchlichen Versorgung und Betreuung der Kommende und der in ihr tätigen Arbeitsgebiete annehmen4." Dieses Projekt wird 2009, im 150. Jahr des Bestehens der Hessischen Genossenschaft, verwirklicht werden. Im Rahmen der Johanniter-Kirchen-Gemeinde wird dann voraussichtlich auch der geplante Johanniter-Friedhof in Nieder-Weisel eingerichtet werden.

 

Die gegenwärtige Organisations-Struktur des Geistlichen Ordens-Zentrums Nieder-Weisel 

In den Jahren 2006 und 2007 änderte sich das Erscheinungsbild der Komturei durch die erwähnten Neu- und Umbauten auf der südlichen Hälfte des Geländes erheblich. Voraussetzung dafür war ein Erbbauvertrag, den die Hessische Genossenschaft des Johanniter-Ordens am 22. September 2006 mit dem JUH-Landesverband Hessen-Rheinland-Pfalz-Saar abgeschlossen hat. Unter der Verhandlungsführung des Schatzmeisters der Hessischen Genossenschaft RR Kilian Frhr. v. und zu der Tann-Rathsamhausen wurde zwei Jahre lang an dem Vertragswerk gearbeitet, um sicher zu stellen, dass die Komturei Nieder-Weisel in der Vertragslaufzeit von maximal 99 Jahren den Zielen des Johanniter-Ordens und seiner Werke verpflichtet bleibt. Auch der nachfolgende Vertrag über die gegenseitige Nutzung der Einrichtungen der Komturei bekräftigt noch einmal, dass die Vertragspartner demselben Ziel dienen, die Komturei als Konferenz- und Tagungsort für den Johanniter-Orden und seine Werke zu pflegen. Damit ist gesichert, dass die christliche Verkündigung in vielen Formen Hauptaufgabe der Komturei ist und bleibt. Die Komturei ist außerdem Verwaltungssitz der Hessischen Genossenschaft und des JUH-Landesverbands Hessen-Rheinland-Pfalz-Saar, Sitz der künftigen Johanniter-Kirchengemeinde und nicht zuletzt der Stiftung ,Johanniter-Komturei Nieder-Weisel'. 

Die ,Johanniter Komturei Nieder-Weisel' ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts. Diese Stiftung wurde zum 1. Januar 2008, genau 750 Jahre nach der Stiftung der Johanniter-Komturei durch die Herren von Münzenberg, errichtet.5" Der Orden verdankt die Idee und Ausrichtung der Stiftung im Wesentlichen dem Schatzmeister RR Kilian Frhr. v. und zu der Tann-Rathsamhausen. Die Stiftung ist ein Instrument der Hessischen Genossenschaft zur Führung und Sicherung des Geistlichen Zentrums des Johanniterordens und seiner Werke. Der Stiftungszweck unterscheidet sich deshalb von dem der ,Stiftung Johanniterorden', die für die Förderung mildtätiger Projekte im Bereich des Gesundheits- und Wohlfahrtswesens eingerichtet wurde. Stiftungszweck der ,Johanniter Komturei Nieder-Weisel' ist hingegen die Förderung der Aufgaben des geistigen und geistlichen Ordenszentrums und auch die Erhaltung der denkmalgeschützten Gebäude der Komturei. Die Hessische Genossenschaft hat das Gelände mit der Komturrkirche und dem Ordenshaus auf die Stiftung übertragen, und die Stiftung wurde auf Ordensseite Partnerin der Verträge mit der JUH, aber sie bleibt durch Personalunion eng mit der Genossenschaft verbunden. Der Regierende Kommendator ist Vorsitzender und der Schatzmeister der Hessischen Genossenschaft Mitglied des Stiftungskuratoriums. Durch die Stiftung ist das Ordenszentrum auch mit der Ordensregierung vernetzt. Ein Mitglied des Kuratoriums wird auf Vorschlag des Herrenmeisters gewählt, und dieser ist Schutzherr der Stiftung. Dass die Hessische Genossenschaft und die Johanniter-Kirchengemeinde Ihren Sitz in der Komturei Nieder-Weisel haben, ist in der Satzung festgelegt. 

Im Ordenshaus wurde eine bescheidene Verwaltung mit einer Teilzeitsekretärin eingerichtet. Die meisten Aufgaben sollen aber auch künftig von ehrenamtlich tätigen Rittern wahrgenommen werden. Die Mitglieder des Konvents, der Kurator des Ordenshauses, der oder die Stiftungsvorstände, sowie die in einem Arbeitskreis Nieder-Weisel zusammenarbeitenden Ritterbrüder aus der Wetterau, aber auch der ab 2009 zu wählende Kirchenvorstand und nicht zuletzt der Pfarrer oder die Pfarrerin der Johanniter-Kirchengemeinde werden einen Arbeitskreis bilden, dessen Struktur und Zuständigkeit für die verschiedenen Aufgaben noch im Fluss ist. Erst nach der offiziellen Gründung der Kirchengemeinde im Jahr 2009 kann die Entwicklung zu einem Abschluss kommen. 

 

Veranstaltungen in der Komturei Nieder-Weisel, ein unvollständiger Überblick 

Die Festgottesdienste zur Investitur des Herrenmeisters und anderer leitender Herren des Ordens und seiner Werke, finden in der Komturkirche in Nieder-Weisel statt, ferner der Ritterschlagsgottesdienst, in dem der Herrenmeister jedes Jahr bis zu 70 Ehrenritter zu Rechtsrittern schlägt. Das erweiterte Kapitel tritt einmal im Jahr in Nieder-Weisel zusammen. Bei diesen Ereignissen ist die Teilnehmerzahl durch die Größe der Komturkirche auf 275 Personen begrenzt. Die Teilnehmer übernachten im Hotel zum Johanniter und in Gasthöfen der Umgebung. Eine weitere Veranstaltung der Ordensregierung in Nieder-Weisel ist die jährliche Johanniter-Einführungs-Tagung für ungefähr 45 jüngere Herren, die dem Orden noch nicht angehören. Ihnen wird der Johanniter-Orden durch ungefähr 15 gastgebende Ordensritter vorgestellt mit Vorträgen zu den Themen Glaube, Diakonie und Orden. Dazu kommen eine Einführung in Struktur und Aufgaben des Johanniter-Ordens durch den Ordenskanzler und den Generalsekretär und Gelegenheit zu Gesprächen. Beauftragter für die Johanniter-Einführungs-Tagung ist neben dem Kommendator der Hessische Werkmeister RR Dr. Max Forstmann. Einmal im Jahr ruft der Ordenskanzler die Subkommende-Leiter aller Genossenschaften zu einer Tagung nach Nieder-Weisel. Die zum Ritterschlag vorgesehenen Herren werden zur jährlichen Rechtsritter-Tagung nach Nieder-Weisel geladen. Der Ordensdekan veranstaltet in Nieder-Weisel Glaubensseminare für Ordensangehörige. Außerdem finden in Nieder-Weisel über das Jahr verteilt, aber gehäuft vor dem erweiterten Kapitel, größere und kleinere Arbeitssitzungen der Ordensregierung statt, beispielsweise die des Arbeitskreises für Ethik und Theologie. 

In vielen Projekten der Komturei arbeiten JUH und Orden eng zusammen. Die Wir-Seminare (CI-Seminare) für Mitarbeiter der Ordenswerke, die von dem ehemaligen JUH-Bundespfarrer EK Pfarrer Dr. Christian-Erdmann Schott eingerichtet wurden und mit Unterstützung durch viele ehrenamtliche Dozenten betreut werden, sind so wichtig, dass sie in dieser Festschrift mit einem eigenen Kapitel gewürdigt werden.6 Die Organisation der Wir-Seminare liegt beim JUH-Landesverband. Es ist geplant, auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Ordens und seiner Werke Veranstaltungen zur Einführung in die christlichen Grundlagen der Ordensarbeit anzubieten. Auch die JUH-Ritter-Tagung ist eine überregionale gemeinschaftliche Veranstaltung des Ordens mit der JUH. Alle Ordensmitglieder mit Ehrenämtern bei der JUH werden einmal im Jahr zu dieser Tagung nach Nieder-Weisel eingeladen. Schwerpunkt der Veranstaltung, an der bisher immer auch der Ordenskanzler, der JUH-Präsident oder ein Bundesvorstand und der JUH-Bundespfarrer teilgenommen haben, ist das Forum, bei dem JUH-Ritter selbst zu Wort kommen. Wünsche und Kritik der JUH-Ritter sowie Weiterbildung für das Ehrenamt sind neben dem Erfahrungsaustausch im geselligen Kreis die Haupttaufgaben der Tagung. Beauftragter für diese Tagung ist außer dem Kommendator ER Dr. Folke Werner. In der Adventszeit treffen sich Orden und JUH mit Menschen aus Nieder-Weisel zu einem Gottesdienst in der Komturkirche vor Eröffnung des Weihnachtsmarktes. 

Die Ordenswerke führen ihre Veranstaltungen an vielen Orten, aber zunehmend oft auch in Nieder-Weisel durch. Hier ist zuerst die Johanniter-Unfall-Hilfe zu nennen mit Delegierten- Versammlungen, Sitzungen des Bundesvorstands, des Präsidiums und anderer Arbeitsgremien, sowie der JUH-Landesverbände, vor allem des Landesverbandes Hessen-Rheinland-Pfalz-Saar. Gottesdienste und Andachten in der Komturkirche stehen häufig auf der Tagesordnung. Eine jährlich stattfindende Großveranstaltung ist der mehrtägige Schwesterntag der Johanniter-Schwesternschaft, für den die größten Versammlungsräume der Komturei gerade noch ausreichen. Die Johanniterhilfsgemeinschaften kamen mehrfach zu ihrer Bundestagung nach Nieder-Weisel. 

Die Genossenschaften veranstalten in Nieder-Weisel Rittertage und Einkehrtagungen. Ein Beispiel für Arbeitssitzungen der Genossenschaften ist das Treffen der Leiter von Arbeitsgemeinschaften für Gegenwartsfragen. Der Konvent und andere Arbeitsgremien der Hessischen Genossenschaft tagen in Nieder-Weisel. Die Hessische Genossenschaft trifft sich in Nieder-Weisel zur Kirchenvorsteher-, Einkehr- und anderen Tagungen, von denen die Herbsttagung im nächsten Abschnitt beschrieben werden soll. Die Kirchenvorstehertagung, die sechs Jahre lang unter Leitung von RR OKR Dr. Christoph Thiele und RR Alexander Trog stattfand, soll im engeren Kontakt zu der Arbeit der Hessischen Johanniter-Hilfs-Gemeinschaften (JHG) fortgeführt werden. Die JHG Taunus lagert in einem Speicherraum des Ordenshauses die Gerätschaften für das Sommerlager für Behinderte, das 2008 zum 10. Mal durchgeführt wurde. Auch Hessische Subkommenden treffen sich manchmal in Nieder-Weisel. Künftig wird die Johanniter-Kirchengemeinde mit ihren Veranstaltungen hinzu kommen. Aber auch früher fanden schon Taufen, Hochzeiten und andere Familienfeiern in der Komturkirche und dem Ordenshaus statt. 

Erwähnenswert sind Veranstaltungen der Hessischen Genossenschaft für einen weiteren, die Ordensgrenzen überschreitenden Kreis. Genannt werden kann ein historischer Kongress zusammen mit der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung "Johanniter in Hessen - 800 Jahre diakonischer Auftrag" im Jahr 2007, ferner geistliche Konzerte, zu denen die Kantorin Doris Hagel mit den Chören der Weilburger Schlosskirche und der Capella Weilburgensis mehrfach Besucher aus dem weiteren Hessischen Umland anlockte. Eine Sitzung der Ältestenräte des Landtags unter dem Vorsitz des Landtagspräsidenten ER Norbert Kartmann und der EKHN-Synode sowie Empfänge der Genossenschaft sind weitere Beispiele. Besucher der Komturei werden oft, insbesondere am Tag des offenen Denkmals und beim Hessentag, durch Ritterbrüder und Mitarbeiter des JUH-Landesverbands geführt. Der ehemalige Stellvertreter des Kirchenpräsidenten der Landeskirche, ER Hans-Helmuth Köke, leitete in den Jahren vor seinem -Tode (2007) viele Johanniterritter an, solche Gelegenheiten in zeitgemäßer Weise zur christlichen Verkündigung zu nutzen. Das neueste Projekt heißt "Sinn und Suche - Glaube in der Projektion". Hier soll die Filmkunst zur Verkündigung eingesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der EKHN-Stiftung und der Evangelischen Akademie Arnoldshain bieten ER Dr. Albrecht Graf Kalnein und der Regisseur ER Martin Kinkel zunächst im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt, später auch in Nieder-Weisel von Experten moderierte Vorführungen bedeutender christlicher Filme an, über die anschließend diskutiert werden soll. 

Es gibt kaum jemanden, der die Gesamtheit der Ereignisse in der Komturei Nieder-Weisel übersieht. Mit dieser Feststellung ist die Notwendigkeit angesprochen, für das lebendige und vielgestaltige Programm eine Institution zu schaffen, die den Kreis der vielen beteiligten Menschen zusammenhält, fördert, stützt und berät. Der Pfarrer oder die Pfarrerin der Johanniter-Kirchengemeinde von Nieder-Weisel soll diese Aufgabe übernehmen. 

 

50 Jahre Herbsttagungen in Nieder-Weisel (1959-2009)

Im 150. Jahr des Bestehens der Hessischen Genossenschaft des Johanniterordens wird die Herbsttagung 50 Jahre alt werden. Im Jubiläumsjahr wird, so Gott will, allerdings erst die 49. Herbsttagung stattfinden, weil der regierende Kommendator Adam v. Trott zu Solz im Jahr 1999 der Bitte des Tagungsleiters nachkam und statt der Herbsttagung ein damals so genanntes "Brain Storming Treffen" einberief. Bei diesem Treffen äußerten die Ritterbrüder in Hessen Kritik und machten Vorschläge für neue Aktivitäten. Danach wechselte die Leitung der Herbsttagung, und mehrere neue Aktivitäten wurden aufgenommen, darunter die erwähnte Kirchenvorsteher- Tagung. Hätte man die erste vorbereitende Tagung in Hofgeismar mitgezählt, fände im Jubiläumsjahr 2009 die 50. Herbsttagung statt. 

Die Herbsttagungen spiegeln nach Themen und den oft prominenten Referenten die geistige Entwicklung des Ordens wieder. Ein durchgehender Zug ist das Bemühen um geistige Orientierung angesichts der Änderungen in der Lebenswelt der Johanniter7. Das Bedürfnis, sich den Fragen der Zeit zu stellen, wurde mit den Jahren offensichtlich radikaler und aufgeschlossener für den kritischen Umgang mit neuen Herausforderungen. Die Überzeugung, als wohlerzogener Christ auf dem rechten Wege zu wandeln, und im Streit der Weltanschauungen letztlich immer auf der sicheren Seite zu stehen, scheint auch bei den Johannitern rückläufig zu sein. Berührungsängste mit Andersdenkenden schwinden. Der Wunsch, sich mit anderen Religionen und dem wissenschaftlichen Fortschritt auseinander zu setzen, hat vielmehr zugenommen. Gleich geblieben ist der Wunsch nach geistlicher Erbauung in Andachten, Gottesdiensten und ernsten Gesprächen im vertrauten Kreis. Oft sagten die Teilnehmer beim Abschied, dass sie geistlich gestärkt nach Hause führen. Alle Hessischen Kommendatoren der letzten 50 Jahre haben großes Interesse an den Herbsttagungen genommen und bei deren Planung mitgewirkt. Trotzdem wurde die Selbständigkeit der Tagungsleiter bei der Auswahl der Themen und der Referenten stetig größer. Der Nieder-Weiseler Ortsvorsteher und Landtagspräsident ER Norbert Kartmann und auch der ehemalige Butzbacher Bürgermeister Oswin Veith regten an, dass einer der Vorträge der Herbsttagung öffentlich zugänglich werden solle, so dass auch die Menschen aus der Nieder-Weiseler Umgebung einen Nutzen vom Geistlichen Ordenszentrum haben könnten. Dem stand bisher nur der organisatorische Aufwand im Wege. Die ehrenamtlichen Tagungsleiter sind in der Regel bis zuletzt mit der Planung und Korrespondenz beschäftigt. Aber der Ausbau der Verwaltung im Ordenshaus und vor allem die Zusammenarbeit mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer der Johanniter-Kirchengemeinde werden die Ritterbrüder entlasten und die Öffnung eines Teils der geschlossenen Veranstaltungen hoffentlich bald möglich machen. 

 

Die Herbsttagungen in Hofgeismar (1959-1975)

Die Herbsttagungen begannen 1959 in der Evangelischen Akademie Hofgeismar, weil es in Nieder-Weisel noch keinen geeigneten Versammlungsraum gab. Kommendator Dietrich Graf zu Stolberg-Wernigerode vereinbarte deshalb mit dem Direktor der Evangelischen Akademie Dr. Werner Jentsch die Herbsttagung als gemeinsame Veranstaltung. Tagungsleiter auf der Seite des Ordens wurde der Oberamtsrichter am Ort, RR Hans Frhr. v. Schlotheim, der Präses der Synode der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Evangelischen Akademie und dort auch ehrenamtlicher Studienleiter war8.

Die ersten Tagungsthemen9 entsprechen der Befindlichkeit der Johanniter in der Nachkriegszeit. Sie lauten: Probleme der Elite (1959), Freiheit und Bindung (1960), Die Autorität der Kirche (1961), Volk und Vaterland (1962), Recht auf Heimat (1963), und wenden sich dann zunehmend auch der christlichen Unterweisung zu: Kampf dem Unglauben - heute? (1964), Das Zeugnis der Zeugen (1965), Anfechtung und Hilfe durch die moderne Theologie (1966), Das Apostolische Glaubensbekenntnis und Luthers Erklärungen (1967), Ehre des Nächsten (1968), Volk unter Völkern (1969), Autorität in heutiger Zeit (1970), Diakonie in heutiger Zeit (1971), Eigentum und soziale Gerechtigkeit (1972), Vertrauen (1973), Gehorsam und Opfer (1974), Toleranz und Entscheidung (1975). Auffallend ist, dass die Referenten nicht nur aus den eigenen Reihen und vom Kirchlichen Dienst der Landeskirche eingeladen wurden, sondern von Anfang an auch berühmte und einflussreiche Persönlichkeiten.1O Alle Tagungen waren mit einem Abendmahlsgottesdienst verbunden, 1960 auch mit dem Hessischen Rittertag mit Rittterschlag. Als 1963 die Bauarbeiten an der Komturkirche abgeschlossen waren, fand die Tagung einmal auch in der Evangelischen Akademie Arnoldshain statt, so dass man zum Gottesdienst in die Komturkirche von Nieder-Weisel fahren konnte. Viermal gehörte zum Programm der Tagung die Besichtigung einer Einrichtung des medizinischen Sozialbereichs, zweimal ein Museumsbesuch und einmal die Besichtigung der Johanniterstätten in Wiesenfeld und Bad Wildungen. 

 

Die ersten zehn Herbsttagungen in Nieder-Weisel

Obwohl es ab 1980 mit Bogislav v. Platen einen neuen Regierenden Kommendator gab, blieb der Vorgänger und spätere Komtur von Nieder-Weisel, Dietrich Graf zu Stolberg-Wernigerode, bestimmend für die Herbsttagung. Die Tagungsleiter wechselten. Die Überlieferung ist lückenhaft. Tagungsthemen waren: Die Weltverantwortung der Christen (1976), Die Familie in heutiger Zeit (1977), Tradition und Offenheit (1978), Der geistige Kampf des Protestantismus (1979), Humanität im Krankenhaus (1980), Die Behinderten, unsere alltäglichen Weggenossen (1981), Das Zeugnis des Glaubens (1982), Was bedeutet dem gegenwärtigen evangelischen Christen der Gegenwart die Bekenntnisforderung Martin Luthers? (1983), Der Streit um die Schöpfung (1984), Quo vadis Kirche? (1985), Der Christliche Ritter in der evangelischen Kirche (1986). 

Die Übertragung der Tagungsleitung auf Christoph Frhr. v. Campenhausen geschah für alle Beteiligten überraschend. Kommendator Graf Stolberg hatte 1986 den ER Christoph v. Campenhausen kurzfristig beauftragt, die längst geplante Herbsttagung zu moderieren. Als ER v. Campenhausen bat, von dieser Art von Tagungsleitung künftig entbunden zu werden, erklärte Graf Stolberg nach kurzem Zögern, Campenhausen solle künftig die Tagungen auch planen und so durchführen, wie er es für richtig halte. Gegen diesen vertrauensvollen Auftrag war Widerstand unmöglich. 

 

Herbsttagungen 1987-2009

Die Form, die Graf Stolberg den Herbsttagungen gegeben hatte, wurde beibehalten. Nach wie vor hielten Ritterbrüder die Andachten in der Komturkirche. Wie bisher kamen Ordensangehörige als Referenten11 zu Wort. Bei den anderen Referenten war ein wachsendes Interesse an herausragenden Persönlichkeiten aus Gelehrsamkeit und dem Bereich öffentlicher Verantwortung zu beobachten12. Das lag daran, dass die Tagungsteilnehmer zunehmend ihren eigenen Überzeugungen kritisch gegenüber standen. Sie waren verunsichert und nahmen neue ethiische Herausforderungen ernst. Man traute den Traditionsträgern in Orden und Kirche immer weniger zu, die Zeichen der Zeit verstanden zu haben. Zeitgemäße christliche Weiterbildung war gefragt. Es wurde und wird als Glück empfunden, wenn ein Experte für eine Fragestellung unter den Ritterbrüdern zu finden ist. Der Wunsch nach seelischer Erbauung in guten Andachten und Gottesdiensten ist aber nicht rückläufig. 

Als Tagungsthemen wurden gewählt: Ehe und Familie (1987), Weisheit und Glaube (1988), Der Christ und seine Zukunft (1989), Soldaten und Waffen in christlicher Sicht (1990), Christsein heute - Gelebter Glaube zwischen überlieferter Form und neuer Gestalt (1991), Christliche Verantwortung (1992), Nationalität als ethisches Problem (1993), Kampf gegen den Unglauben (1994), Das Ehrenamt im Wandel (1995), Prophetisches Reden im Alten und Neuen Testament (1996), Christenheit zwischen Kirche und Staat (1997), Christliche Tugenden (1998). 

Der Blaue Saal mit seinen maximal 65 Plätzen reichte fast immer aus. EK Christian-Erdmann Schott sagte immer wieder, dass größere Teilnehmerzahlen nicht angestrebt werden sollten. Es wurde aber doch gerne gesehen, dass die Tagungsteilnehmer nicht nur aus Hessen anreisten. Es war immer klar, dass es außer den Herbsttagungen auch noch spirituell-meditative Einkehrtagungen und Treffen zur Vermittlung praktisch-diakonischer Fortbildung geben solle, wie die Einkehrtagung und die Kirchenvorsteher- Tagung. Die Ritterbrüder unterscheiden sich in ihren Interessen und Bedürfnissen. Darum sind Tagungen verschiedenen Charakters wünschenswert. Beobachtungen legen aber nahe, dass bei der geringen Zahl von in Hessen lebenden Johannitern auch für diese Veranstaltungen eine überregionale Beteiligung wünschenswert wäre. 

Im Jahr 1999 übernahmen RR Alexander Frhr. v. Bethmann und RR Dr. Christian Illies, inzwischen Professor der Philosophie an den Universitäten Eindhoven, Rotterdam und jetzt Bamberg, die Leitung der Herbsttagung. Die Herbsttagungen wurden von ihnen trotz erheblicher Herausforderungen im Beruf, in der Politik und in anderen Ehrenämtern weiter ausgebaut. Es gelang ihnen, hervorragend interessante Referenten aus dem Orden13 und dem öffentlichen Leben14 zu gewinnen. An den Tagungsthemen kann man ablesen, dass der Bedarf an Orientierung in der modernen Welt mit ihren immer neuen Herausforderungen zum zentralen Problem der Johanniter geworden ist. 

Die Tagungsthemen waren: Kirche im Spannungsfeld von Theologie und Gemeindepraxis (2000), Erwartung an den Einzelnen - christliches Engagement in der Politik (2001), Der Osten kommt näher - Auswirkungen der Osterweiterung der europäischen Union auf Kirchen und christliche Einrichtungen in Osteuropa (2002), Der Präventive Erstschlag - brauchen wir neue Kriterien für den gerechten Krieg? (2003), Der überforderte Sozialstaat - Neue Herausforderungen für Johanniter (2004), Was können wir glauben - Lassen moderne Wissenschaften den christlichen Glauben noch zu? (2005), Krankheit und Tod - Theologie im Grenzbereich des Lebens (2006), Wer oder Was ist Gott - das Gottesbild heute (2007). Das Thema der Herbsttagung 2008 wird heißen: Wie kann der allmächtige und Barmherzige Gott Böses zulassen - Fragen zur Theodizee. 

Für alle Tagungsleiter war der feste Rahmen der Veranstaltung, der auf den Kommendator und Komtur Dietrich Graf zu Stolberg-Wernigerode zurückgeht, eine große Hilfe. Kein Tagungsleiter hätte es vermocht, jedes Jahr ein neues aktuelles Tagungsthema zu erarbeiten, wenn er sich um die Vorbereitungen und um alle Einzelheiten des Tagungs-Ablaufs hätte kümmern müssen. Die Nieder-Weiseler Kuratoren, die zu allen Zeiten die Herbsttagungen fürsorglich betreut haben, trugen zum Gelingen bei. Für das Geistige und Geistliche Zentrum des Johanniter-Ordens und seiner Werke ist es wichtig, dass sich die ehrenamtlich tätigen Ritterbrüder bei ihren Aufgaben gegenseitig unterstützen und entlasten. In den fünfzig Jahren der Herbsttagungen waren in Nieder-Weisel die folgenden Kuratoren tätig: EK Klaus Borries, RR Volkhart Graf v. Matuschka, Frhr. v. Toppolczan u. Spaetgen, RR Rüdiger Frhr. v. Erffa, RR Hans v. Hoff.
 


  1. 5. Mitteilungsheft der Hess. Genossenschaft 2008, im Druck. 

  2. 4. Mitteilungsheft der Hessischen Genossenschaft 2007, S. 3. 

  3. Die Komture der Johanniter-Kommende Nieder-Weisel. Eine Zusammenfassung von Unterlagen aus Archiven, Büchern, Zeitschriften u. a. anlässlich der Wiedererrichtung der Kommende am   8. März 1975 und der Ernennung von SE Dietrich Graf zu Stolberg-Wernigerode zum Komtur von Nieder-Weisel durch den Herrenmeister des Johanniterordens SKH Wilhelm-Karl von Preußen in  der Kapitelsitzung am 26. Juni 1983 in Nieder-Weisel (Wetterau), S. 12. Archiv Nieder-Weisel. 

  4. Wie Anm. 3.

  5. Ernst A. Schering, Tradition und Wirken des Johanniterordens im Abbild der Geschichte der Kommende Niederweisel. JHKV Bd. 32 (1981) und Heft 6 der Schriftenreihe der Hess. Gen. d. Johanniterordens, 2. Aufl. 1983, S. 4. 

  6. Christian-Erdmann Schott, Fünfzehn Jahre CI-Seminare im Ordenszentrum Nieder-Weisel 1993 bis 2008, s. o. S. 335-349. 

  7. Siehe auch das Kapitel Christian Erdmann Schott, Wandlungen einer Beziehung - Der Johanniterorden und die Evangelische Kirche, s. o. S. 319-334. 

  8. Mitteilung von RR Prof. Dr. Wolfgang Stribrny, der 1964 Mitarbeiter der Ev. Akademie Hofgeismar wurde. 

  9. Um das heilende Wort. Aus achtzehn Jahren Bemühungen einer Genossenschaft von Johanniter-Rittern. Vervielfältigte Schrift von RR Frhr. von Schlotheim, Hofgeismar 1976 im Archiv des Ordenshauses. 

  10. Zum Beispiel Theodor Litt, Walter Künneth, Altbischof Wüstemann, Bischof Vellmer, Kirchenpräsident Wolfgang Sucker.

  11. Philipp Bennecke, Gustav Adolf Benrath, Otto Böcher, Axel Frhr.v. Campenhausen, Ruprecht Graf Castell-Rüdenhausen, Gerhard Commichau, Warner Conring, Volker v. Franque, Klaus v. Heimendahl, Martin Löhr, Albrecht Martin, Christian-Erdmann Schott, Reinhard Slenczka. 

  12. Die Medizinprofessoren Karl-Hermann Meyer zum Büschenfelde, Johannes Pechstein, Ursula Theile, die Juristen Prof. Michael Stolleis, Prof. Friedhelm Hufen, Minister Steffen Heitmann, die Journalistin Christa v. Koeller, die Theologen OKR Walter Bechinger, Militärbischof H. P. Binder, Botschafterin a. D. Pastorin Ulrike Birkner-Kettenacker, Kirchenrat Jochen Buchter, Prof. Wilfried Härle, Bischof Hans v. Keler, PD Winrich Löhr, Superintendent Walther Lührs, Prof. Diethelm Michel, Prof. Manfred Seitz, die Generale Hartmut Behrend, Günther Frhr. v. Steinaecker. 

  13. Thomas Graf Arnim, Gustav Adolf Benrath, Alexander Frhr. v. Bethmann, Otto Böcher, Ryszard Rudolf Borski, Christoph Frhr. v. Campenhausen, Peter Frhr. v. Campenhausen, Christoph Markschies, Matthias Meyer. 

  14. Die Theologen OKR Comelia Coenen-Marx, Prof. Hermann Deuser, Prof. Elsayed Elshahed, Prof. Wilhelm Gräb, Bischof Horst Hirschler, OKR Prof. Wolf Krötke, Prof. Daniel Krochmalnik, PD Wolfgang Vögele, die Politiker: Minister Hans Geisler, Hans Gutbrod, Botschafter Janusz Reiter, Bundesminister Wolfgang Schäuble, die Historiker: Prof. Walter Burkert, Prof. Michael Salewski, General Christian Millotat, die Pädagogin Gisela v. Auer, die Philosophen Prof. Herrmann Lübbe, Prof. Jean-Pierre Wils. 

 


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